Christopher (ezzy) @ChristopherLinsberger
@atbh Hallo Armin,
Danke für deine Offenheit, genau da können wir ansetzen.
Auch mir ging es in der Vergangenheit natürlich so. Ich habe für mich dann entschieden, mein Risiko-Management neu aufzubauen.
Ich weiß also von Beginn an, wieviel ich pro Trade riskieren möchte (Bevor ich einen Trade eingehe, gehe ich bereits davon aus, dass ich die Aktien kaufen muss, auch wenn es nicht so ist).
Also hab ich für die Position zB. gedanklich 10.000 "geblockt".
Was ist mein Ziel: Mit diesen 10.000 Euro eine annehmbare Rendite pro Jahr zu erwirtschaften. Dabei reagiere ich auf Marktsituationen, ich handle nicht was ich denke, sondern was ich sehe.
Ich habe für mich selbst ein "Playbook" für jede Situation. Vielleicht hilft es dir diese Dinge gedanklich alle durchzuspielen.
Alles hat bei mir nur damit zu tun Kapital effizient einzusetzen, um eine annehmbare jährliche Rendite zu erwirtschaften. Ist mein Szenario nicht aufgegangen, habe ich bei der nächsten Option wieder die Chance Prämie zu generieren und die Rendite zu pushen.
Wichtig zu verstehen ist, dass du den Markt nicht kontrollieren kannst. Mache das gut was du kontrollieren kannst, und sieh den Rest als "gegeben". Was kannst du kontrollieren:
1) Dein Risiko pro Position
2) Wie du auf Marktszenarien reagierst.
Spiele die Worst Case Szenarien gedanklich im Kopf immer wieder durch, und versuche die Herausforderungen anzunehmen.
Ich weiß zum Beispiel folgendes:
Würde der Markt morgen um 50% Fallen (was er nicht tut), hätte ich nur 59% meines Depot in Aktien investiert (falls die eingebucht werden). Der Rest des Depots ist dazu da die Chance zu nutzen und von der enormen Volatilität zu profitieren. Die älteren Positionen manage ich weiter, sodass ich mit Gewinn rauskomme, und die neuen Positionen unterstützen mit neuen gewaltigen Optionsprämien die alten Positionen.
Wir können das gerne mal vertiefen.
