Hallo Berndt, danke für die ausführliche Beschreibung der damaligen Vorgänge. Noch viel heftiger fand ich im Vergleich dazu die Aktion von Gordon Brown oder wie/wann die Schweiz ihr Gold verkauft hat..
@david Ja richtig. Danke David für das auffrischen der Erinnerung. :-)
Kurzer Rückblick für die anderen:
Gordon Brown, damals britischer Schatzkanzler, kündigte im Voraus am 7. Mai 1999 öffentlich an, rund 400 Tonnen britisches Staatsgold verkaufen zu wollen. Der Goldpreis reagierte sofort.
Bill Clinton war sieben Wochen früher dran. Am 16. März 1999 brachte er den Verkauf von IWF-Gold ins Spiel. Auch das belastete den Goldpreis.
Man könnte sagen, Clinton hat ein Overton-Fenster geöffnet, Brown ist hindurchgegangen und danach kam Bewegung in das ganze Thema. In den Folgejahren verkaufte dann auch die Schweizer Nationalbank rund 1.300 Tonnen Gold, damals ca. die Hälfte ihrer damaligen Reserven.
Ob das Gruppendenken war, politische Opportunität oder schlicht der damalige Zeitgeist, schwierig. Wahrscheinlich eine Mischung aus allem. Rückblickend wirkt es zumindest wie eine Phase, in der Gold eher als Altlast denn als strategische Reserve betrachtet wurde.
Die Grafik zeigt die erste Phase der Abfolge. Das britische Gold wurde jedenfalls zu Tiefstpreisen in den Markt gegeben. Nach Berechnungen von Dimitri Speck, dem Verfasser der Grafik, entstand dem britischen Steuerzahler ein Schaden im zweistelligen Milliardenbereich. Chart und Zahlen stammen aus dem Buch „Geheime Goldpolitik“ vom genannten Dimitri Speck, erschienen im FinanzBuch Verlag.
Für Interessierte lohnt sich...