
David (ezzy) @david
Darum geht`s!
Darum geht`s!
Richard Dennis war ein Chicagoer Futures-Trader, der in den 1970er und 1980er Jahren mit einem geliehenen Startkapital von wenigen Tausend Dollar ein Vermögen von geschätzten 200 Millionen Dollar aufbaute – hauptsächlich durch konsequentes Trend-Following an den Rohstoffmärkten.
Berühmt wurde er vor allem durch das "Turtle-Experiment" von 1983: Dennis wettete mit seinem Handelspartner William Eckhardt, ob man erfolgreichen Trading erlernen kann oder ob es angeborenes Talent erfordert. Um die Wette zu entscheiden, rekrutierte er 23 völlig unerfahrene Trader – die sogenannten "Turtles" – und brachte ihnen in zwei Wochen sein regelbasiertes Trend-Following-System bei. Das Ergebnis war eindeutig: Die Turtles erwirtschafteten in den folgenden Jahren zusammen über 100 Millionen Dollar. Dennis hatte die Wette gewonnen – Trading ist erlernbar.
Das Turtle-System selbst war dabei überraschend simpel: Kaufe Ausbrüche aus 20- oder 55-Tage-Hochs, manage das Risiko strikt über Positionsgrößen (das sogenannte N-Konzept auf Basis der ATR), und halte Trends solange wie möglich. Keine Prognosen, keine Meinungen – nur Regeln.
Dennis' Geschichte ist bis heute eines der bekanntesten Argumente dafür, dass ein diszipliniertes, regelbasiertes System wichtiger ist als Intuition oder Marktgespür.
Genau diese Zutaten brauchen wir als Stillhalter auch: Konsistenz und Disziplin.
