David (ezzy) @david
Gute Infos von CME: Hier die Übersetzung:
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Der kritischste Faktor, der die Marktmechanik beeinflusst, ist die "Float Scarcity" (Knappheit des Streubesitzes) von SpaceX: Der öffentliche Streubesitz wird auf 4,3 % der Gesamtaktien geschätzt, da der überwiegende Teil des Eigenkapitals von Insidern und frühen privaten Investoren gehalten und gesperrt ist. Nach den neuen Nasdaq-100-Regeln würde ein Streubesitz von 4,3 % für die Zwecke der Indexgewichtung wie ein Streubesitz von 12,9 % behandelt.
Wenn ein Unternehmen in einen großen Index aufgenommen wird, sind preisunabhängige passive Indexfonds gezwungen, Aktien zu kaufen, um die Gewichtung des Referenzindex nachzubilden. Wenn dieses mechanische, preisunabhängige Kaufverhalten passiver Fonds auf einen begrenzten Streubesitz trifft, entsteht eine erhebliche Liquiditätsbelastung. Das kann zu deutlichen Preisverzerrungen führen und passive Fonds dazu zwingen, Aktien kurz nach dem Listing zu erhöhten Bewertungen zu kaufen – wodurch erhöhte Volatilität in den zugrunde liegenden Index selbst eingebracht wird.
Der Preisfindungsprozess von SpaceX dürfte daher weniger von Fundamentaldaten als von Angebots-Nachfrage-Ungleichgewichten bestimmt werden. Diese Verknappung wird besonders ausgeprägt in der Market-On-Close-(MOC)-Auktion an Rebalancing-Tagen sein, wenn Indexfonds gezwungenen Verkaufsdruck bei bestehenden Indexmitgliedern (Apple, Microsoft, Nvidia usw.) erfahren – proportional zu deren aktueller Indexgewichtung – und gleichzeitig gezwungenen Kaufdruck bei SpaceX, der sich in einem engen Zeitfenster konzentriert und durch den begrenzten Streubesitz noch verstärkt wird.
Der Kaufdruck von Long-only-Investoren wird immens sein. Insgesamt bilden rund 1,4 Billionen US-Dollar an Kapital den Nasdaq-100-Index nach. Dies umfasst sowohl physische Cash-Markt-Instrumente (ETFs und Investmentfonds) als auch das breitere Derivate-Ökosystem (Futures und Optionen) sowie andere Hüllen wie strukturierte Produkte und Annuitäten. Bloomberg Intelligence schätzt, dass S&P-500-Fonds bei Aufnahme in den Index 19 % des öffentlichen Streubesitzes von SpaceX absorbieren müssten, während Russell-1000- und Nasdaq-100-Fonds weitere 24 % absorbieren würden. Sobald aktive Fonds, die sich an diesen Indizes orientieren, hinzukommen, kommt man schnell auf über die Hälfte der öffentlich gehandelten SpaceX-Aktien.
