
Roland Ehrlich @dullibaer
Risikomanagement
Risikomanagement
Ich würde mich gerne kurz zu einem Gedanken austauschen und entschuldige mich bereits, falls es ein wenig länger werden sollte.
Ich handele normalerweise ausschließlich CSP. Ich kann also jederzeit eine Andienung finanzieren. Zur Sicherheit nutze ich nicht das ganze zur Verfügung stehende Cash, sondern halte eine Cushion (Nettoliquidationswert - Mindesteinschuss getelt durch Nettoliquidationswert) von max. 50% strikt ein. Damit fühle ich mich auch vor Margincalls etc. sehr sicher.
Dies geht allerdings natürlich zur Lasten der Rentabilität, da nur verhältnismäßig wenig CSP gehandelt werden können und viel Cash "nutzlos" rumliegt.
Ich überlege nun, zusätzlich vermehrt Bull Put Spreads einzusetzen, da diese durch ihre definierte maximale Verlustgrenze verhältnismäßig wenig Margin in Anspruch nehmen. Ich würde diese gerne zusätzlich zu meinen CSP handeln.
Allerdings befürchte ich, dass eine gewisse Leveragegefahr besteht. Es können doch wesentlich mehr BPS gehandelt werden, bis die Cushion erreicht ist. Im Falle eines Crash würde diese alle in die maximale Verlustzone laufen. Bei den CSP könnte ich mich im Zweifel immer andienen lassen, da ich auch nur Qualitätsaktien mit CSP handele. Ebenso stelle ich mir ein Rollen schwierig bis fast unmöglich vor.
Ich überlege daher, mein Regelwerk zu ergänzen und im Rahmen des Risikomanagement eine zusätzliche Grenze einzuführen. Also neben der maximalen 50% Cushion darf die Summe der maximalen Verluste der BSP nicht mehr als z.B. 10% des Depotwertes betragen.
Ist das sinnvoll, habe ich einen Denkfehler oder wie handhabt ihr das?
Vielen Dank und viele Grüße
Roland
