Björn (ezzy) @SunTrader
Du hast das Kernproblem selbst erkannt: BPS erlauben durch die geringe Margin-Anforderung einen viel höheren Leverage als CSPs – und im Crash laufen alle gleichzeitig in den Max-Loss, ohne Ausweg (keine Andienung, kaum Rollmöglichkeit).
Deine 10%-Regel ist sinnvoll und konsequent gedacht. Das ist genau die richtige Antwort auf dieses Problem – du begrenzt das "unsichtbare" Gesamtrisiko der BPS explizit.
Zwei kleine Ergänzungen würde ich noch mitgeben:
-Pro Position zusätzlich begrenzen– z.B. max. 1–2% Max-Loss je BPS, damit kein Klumpenrisiko entsteht
- Keine Überschneidung mit CSPs – kein BPS auf ein Underlying, auf das du bereits einen CSP laufen hast (sonst addiert sich das Delta unkontrolliert)
Kurzer Hinweis zur 50%-Cushion:Hier gibt es sehr unterschiedliche Meinungen: Aus meiner Sicht, ist dies grundsätzlich okay, aber bei einem stillhalterlastigen Portfolio in Hochvola-Phasen eher knapp. Hintergrund: Die Margin-Anforderungen steigen dynamisch, wenn der Broker sein Risikomodell in Stressphasen anpasst. Die Cushion schmilzt dann von zwei Seiten gleichzeitig – Nettoliquidationswert sinkt, Mindesteinschuss steigt. Ich würde deshalb z.B. bei VIX > 25–30 bewusst weniger neue Positionen eingehen und der Cushion mehr Puffer lassen.
Ansonsten: Kein Denkfehler, ganz im Gegenteil – du denkst in Risikokategorien, und das ist genau der richtige Ansatz (Checke bitte auch einmal das Thema Hedging für Dich, wenn noch nicht getan). Viel Erfolg weiterhin und wie immer: keine Anlageberatung , nur persönliche Meinung
