Marcel K @Marcel
Kleine Nachfrage zum eBook über Bull-Put-Spreads
Kleine Nachfrage zum eBook über Bull-Put-Spreads
Hallo zusammen,
ich habe eine kleine Nachfrage zum eBook über Bull-Put-Spreads, welches letzten Monat erschienen ist (ezzy.io/...). Ich hätte gerade fast schon eine Mail dazu geschrieben aber ich stelle die Frage nun einfach mal hier, denn vielleicht ist es ja für andere auch nützlich und es belebt zusätzlich die Community.
Grundsätzlich ist mir der BPS bekannt und ich handle hin und wieder diese Optionsstrategie. Ab Seite 7 (vielleicht in Zukunft mal Seitenzahl den eBooks hinzufügen ;-) wird ein praktisches Beispiel genannt und auf Seite 8 steht dann als ein mögliches Szenario folgendes:
"Szenario 3 – Kurs fällt unter den Long Strike (160 $)
Der maximale Verlust von 342 USD ist erreicht oder in Sichtweite. Hier gilt: Position schließen. Das weitere Halten bindet Margin und mentale Energie unnötig. Aber warum nicht einfach bis zum Verfall warten und darauf hoffen, dass der Aktienkurs doch noch steigt? Weil eine Einbuchung der Aktien immer wahrscheinlicher wird - im Worst Case erfolgt diese zum Laufzeitende und die Aktienposition ist von da an nicht mehr durch den (verfallenen) Long Put gesichert. Genau das müssen wir unbedingt vermeiden!"
Das ist irgendwie missverständlich oder ungünstig formuliert bzw. verstehe ich nicht so recht. Wenn der Kurs stark fällt, durch beide Strikes gelaufen ist und sich momentan unter dem unteren Strike (long) befindet, sind wir durch diesen doch abgesichert bis zum Ende der Optionslaufzeit. Gerade deshalb wurde doch ein BPS aufgesetzt. Der maximale Verlust ist dann vorhanden und ergibt sich durch den Abstand der beiden Strikes abzüglich der Prämie. Man muss halt nur aufpassen, dass der long Put zum Laufzeitende auch ausgeübt wird. Wenn die gesamte Combo-Option (BPS) während der Laufzeit geschlossen wird (wie oben empfohlen), fallen doch nur noch mehr Verluste an oder irre ich mich?
Ein anderes Szenario vermisse ich im eBook:
Wenn der Kurs zum Laufzeitende zwischen beiden Strikes notiert: Dann wird einem der Basiswert eingebucht (short Put wird ausgeübt) und den untere long Put lässt man selbst vernünftigerweise verfallen bzw. übt ihn nicht aus. Gefährlich kann es dann werden, wenn über das Wochenende (Optionsverfall war ja sicherlich der Freitag) irgendwelche Ereignisse stattfinden, die den Kurs weiter und kurzfristig stark fallen lassen. Dann schützt der long Put tatsächlich nicht mehr und am Montag könnten hohe Verluste anstehen. In Fachkreisen nennt man das wohl "Schlammgrube", glaube ich.
Viele Grüße
Marcel
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